Als Sax­o­phon­ist hätte nicht geglaubt, welche Prob­leme man sich ein­fängt, wenn man ver­sucht für Tubis­ten die richti­gen Noten aus dem Fun­dus her­auszusuchen. Seit ein paar Wochen haben wir wieder einen Mit­spieler, der das „tiefe Blech“ besetzt. Auf die Frage „Was spielst Du denn?“ kam ein klares „Bb-​Tuba und ich lese Noten im Bassschlüssel“.

Ich dachte mir also — „Super! Da kann es ja nicht so schwierig sein die richti­gen Noten zu finden“. Naür­lich haben wir jede Menge Noten für Bb-​Tuba im Basss­chlüs­sel. Nach ca. zwei Stun­den Archiv­suche und Sortier­ar­beit hatte ich eine han­dliche Pro­gram­mmappe zusam­mengestellt und dem Neuen über­re­icht. Da war die Über­raschung bei mir doch recht groß, als mein Gegenüber mir dann ganz ent­täuscht sagte, dass diese Noten alle ‚viel zu hoch‘ für ihn seien.

Ich kon­nte mir gar nicht vorstellen was da falsch gelaufen sein kön­nte. Schließlich waren alle Stücke für Bb-​Tuba und im Basss­chlüs­sel notiert. Die Lösung des Rät­sels ließ zum Glück nicht allzu lange auf sich warten. Unser Diri­gent unter­hielt sich ein paar Minuten mit dem Tubis­ten und erk­lärte mir dann, dass dieser seine Bb-​Tuba in einem Posaunen­chor gespielt hätte. Und dort sei es dur­chaus üblich, dass die Musiker zwar Bb-​Instrumente spie­len, aber Noten für C-​Instrumente lesen. Und dann die ”falschen” Noten greifen. Beispiel: Gele­sen wird ein C. Auf der Bb-​Tuba wird aber ein D gegrif­fen, damit auch ein C klingt.

Alles klar soweit?

Als ich zu ersten Mal ver­sucht habe mit einem Tenor­sax­ophon­spieler zusam­men zu „musizieren” war ich nach weni­gen Tönen davon überzeugt, dass die Noten völ­lig falsch geschrieben waren. Wir haben beide dann vom sel­ben Noten­blatt gespielt und es hörte sich noch viel schlim­mer an. Der erste Gedanke war, dass das Tenor­Sax irgend­wie kaputt war oder mein Mit­spieler immer die falschen Töne greift.
Aber jedes Instru­ment für sich hörte sich gut an. Natür­lich klingt das Tenor­Sax tiefer als mein Alt­Sax. Aber dass allein kon­nte nicht der Grund für den schlechten Klang sein. Schließlich spie­len ja beide Instru­ment in den unter­schiedlich­sten Bands und Orch­estern zusam­men. Wir haben dann ein elek­tro­n­is­ches Stim­mgerät zur Hilfe genom­men, jeder von uns hat sein ‚c‘ gespielt und wir haben so lange am Sitz des Mund­stücks kor­rigiert, bis der Zeiger des Stim­mgerätes brav in der Mitte stand. Wir haben nochein­mal ver­sucht zusam­men­zus­pie­len und mußten fest­stellen, dass keine Besserung in Sicht war. Wir haben daraufhin das Stim­mgerät erneut zur Hilfe genom­men und dabei ist uns aufge­fallen, dass wenn der Tenor­sax­o­phon­ist sein ‚c‘ gespielt hat in der Anzeige des Tuners immer ‚Bb‘ einge­blendet wurde. Habe ich hinge­gen mein ‚c‘ gespielt wurde ‚Eb‘ einge­blendet. Es erk­lang dem­nach weder dem Tenor­Sax noch auf meinem Instru­ment ein ‚c‘ obwohl wir beide den richti­gen Griff benutzt haben. Damit der Tuner bei uns ein ‚c‘ anzeigte muste auf dem Tenor Sax ein ‚d‘ gegrif­fen wer­den, auf dem Alt­Sax ein ‚a‘. So langsam kamen wir dem Geheim­nis auf die Spur: Sax­o­phone gehören zu den transponieren­den Instru­menten. Das bedeutet, das der klin­gende Ton nicht dem gegrif­f­e­nen und notierten Ton entspricht. Es ist vielmehr so, dass das Tenor­Sax um eine Oktave und einen ganzen Ton („eine große Sekunde” ) tiefer klingt als der gegriffene/​notierte Ton. Das Alt Sax klingt eine„Sexte” tiefer als notiert. Damit wir im Ensem­ble zusam­men­spie­len kön­nen, wer­den für uns die Noten entsprechend „anders” notiert. Für uns Musiker hat das zwei wesentliche Vorteil:

  1. Wir brauchen keine anderen Griffe ler­nen wenn wir abwech­selnd mal ein Sopran, Alt , Tenor oder Bari­ton Sax­ophon spie­len wollen
  2. Die Noten sind in „bequem les­baren” Bere­ichen das Noten­sys­tems notiert

Das hier beschriebene gilt so oder ähn­lich im Übri­gen auch für viele andere Instrumente.

Das Reper­toire ist sicher eines der wichtig­sten Aushängeschilder eines Orch­esters. Immer wieder wer­den wir gefragt, „Was spielt ihr denn so?” Damit Sie sich einen kleinen Ein­duck unserer musikalis­chen Arbeit machen kön­nen, geben wir Ihnen hier einen kleinen Ein­blick in das Reper­oire der Con­cert Band „Takt & Töne“ Edewecht e.V.

Vivaldis Win­ter Pomp and Cir­cum­stance No. IV · Hymn of Friend­ship · Beauty an the Beast · Cua­tro Bosque­jos Españoles · A Salzburg Impres­sion · La Sto­ria · If Tomorow never comes · Mac the knife · Some­thing Stu­pid · Cas­tles in Spain · The Lion King · Der Zauber­marsch · March de la Cavelerie de Arden­naise · Golden Sun · Soli­tair · Mem­ory · John Barry Selec­tie · The Young Amadeus · Leningrad · La Coruña · La Camisa Negra · Like A Child · L.O.V.E. · Tom Jones in Con­cert · Slaid­burn · Last Christ­mas · Have Your­self A Merry Lit­tle Christ­mas · Joy To The World · Sleep­ers, Wake · In The Bleak Mid-​Winter · Let It Snow ·Para­phrase über den Siegeschor aus Hän­dels „Judas Mac­cabaeus” (Para­phrase über „Tochter Zion”) · See The Con­quer­ing Hero Comes · The First Noel · Prae­ludium Und Choral

Pomp and Cir­cum­stance No. IV
Edward Elgar kom­ponierte seine Märsche „Pomp and Cir­cum­stance Lorem“ Nr. I bis V in der Zeit zwis­chen 1901 bis 1930. Der bekan­nteste Marsch aus dieser Reihe ist sicher­lich der „March Nr. I“, der von vie­len irrtüm­lich für die Nation­al­hymne Großbri­tan­niens gehal­ten wird. Takt und Töne hat den March No. IV im Programm.

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Vivald­is­Win­ter
Ein win­ter­lich roma­tis­ches Stück aus „Le quat­tro sta­gioni“ (Die vier Jahreszeiten) vom bekan­nten Kom­pon­is­ten Anto­nio Vivaldi. Das Werk entstammt aus der Epoche des Spät­barocks und wurde 1725 als Konz­ert für Vio­line kom­poniert. Für Bla­sor­ch­ester wurde der vierte Satz „L’Inverno“ – Der Win­ter von Steve Cort­land arrang­iert. „Vivaldis Win­ter“ bringt die Freuden des Win­ters in unsere Herzen. Es erin­nert an ruhige, gemütliche und zufriedene Tage am Kamin, während draußen ein eisiger Wind tobt, der Regen herun­ter­pras­selt oder der Schnee einen vor Kälte erstar­ren läßt. Den vierten Satz „L’Inverno“ – Der Win­ter hat Steve Cort­land für Fan­fare­orch­ester arrangiert.

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If Tomorow Never Comes
Ronan Keat­ing hat mit diesem, von Garth Brooks kom­ponierten Song 2001 einen „Riesen­hit“ gelandet. Steve Cort­land hat diesen Titel für Fan­fare­orch­ester arrangiert.

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The Young Amadeus
Bei diesem Stück han­delt es sich um eine Vari­a­tion des 2. Satzes aus dem Klar­inet­tenkonz­ert von Wolf­gang Amadeus Mozart, arran­girt von Tom Parker und in der Bear­beitung für Bal­sor­ch­ester von Jan de Haan. Der britis­che Kom­pon­ist, Arrangeur und Pro­duzent Tom Parker hat es sich zur Auf­gabe gemacht, Klas­sis­che Musik in einer mod­er­nen, nicht erschreck­enden Art darzustellen. Hierzu zählen u. a. der „Junge Mes­sias“ basierend auf Hän­dels Mes­sias, der junge Verdi, sowie der junge Mozart.

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A Salzburg Impres­sion
Das Andante wurde von Wolf­gang Amadeus Mozart ursprünglich für Klavier zu vier Hän­den geschrieben. Dizzy Strat­ford nahm die beza­ubernde, leichte Melodie und set­zte sie in ein etwas mod­erneres, aber ebenso leichtes und reizvolles Stück für Brass Band um. In diesem Stück kom­men die tiefen und hohen Reg­is­ter des Orch­esters gle­icher­maßen zum Zug und wech­seln sich in der Melo­di­en­führung ab.

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Beauty and the Beast
Die Schöne und das Biest ist ein tra­di­tionelles Volksmärchen aus Frankre­ich, das in der Walt Dis­ney Zeichen­trick­ver­fil­mung zu einem der 25 bedeu­tend­sten amerikanis­chen Musik­fil­men avancierte und bis heute der einzige Zeichen­trick­film ist, der für einen Oscar in der Kat­e­gorie „Bester Film“ nominiert war.
In der musikalis­chen Dar­bi­etung des Orch­esters erlebt das Pub­likum wie das Biest ver­sucht, die Liebe der schö­nen Belle zu erlan­gen und sich von dem Fluch zu befreien, der ihn in ein Unge­heuer ver­wan­delt hat. Die Titel­musik kom­poniert von Alan Menken wurde für Bla­sor­ch­ester arrang­iert von Frank Bernaerts.

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The Lion King
Auch der Zeichen­trick­film „Der König der Löwen“ gehört mit zu den erfol­gre­ich­sten Pro­duk­tio­nen der Walt Dis­ney Stu­dios.
Den Sound­track dazu kom­ponierte der pop­uläre britis­che Sänger, Pianist und Kom­pon­ist Elton John. Als Musi­calver­sion begann „Der König der Löwen“ seinen Siegeszug vom Broad­way aus in die großen Musik­the­ater der Welt. „Can you fell the love tonigt“ ist das Duett zwis­chen Simba und Nala, seiner Fre­undin aus Kinderta­gen. Nach einer lan­gen Zeit der Tren­nung in der Weite der Savanne Afrikas finden sich die bei­den wieder und ver­lieben sich ineinan­der. Noch kann Nala, den mit Schuldge­fühlen belasteten Simba, nicht davon überzeu­gen, seine ihm von Geburt an zugedachten Stel­lung als König der Löwen einzunehmen.
Die Kom­po­si­tion von Elton John und Tim Rice wurde eben­falls von Frank Bernaerts für Bla­sor­ch­ester arrang­iert.
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Cas­tles in Spain
Die Suite „Cas­tles in Spain“ hat nichts mit der englis­chen Redewen­dung „Build­ing Cas­tles in Spain“ (= Luftschlösser bauen) zu tun, son­dern zeigt vielmehr einen realen Bezug zu den Städten und Schlösseren Spaniens. In diesem Stück wer­den vier berühmte spanis­che Städte skizziert. Im ersten Satz wird die Stadt „Oviedo“ durch einen tem­pera­mentvollen Paso Doble dargestellt. Der zweite Satz stellt die Stadt „Bur­gos“, eine Stadt in Kastilien dar. Sie erklingt als beschaulicher Beguine. „La Coruna“ (drit­ter Satz) ist in der Prov­inz Gali­cien ange­siedelt und durch einen schnellen Valse vertreten. Die Stadt „Zamora“ wird im vierten Satz als Paso doble beschrieben und führt in seiner Rhyth­mik einen Stierkamp vor Augen. „Cas­tles in Spain“ ist eine sehr erfol­gre­iche Kom­po­si­tion des Duos Beck und Mabaar.

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Die meis­ten von uns ken­nen die die C-​Dur Ton­leiter mit den Tönen:

C, D, E, F, G, A, B, C !

Moment wieso B? Im Musikun­ter­richt haben wir doch gel­ernt, dass die Ton­leiter die Töne C, D, E, F, G, A, H, C also H statt B umfasst. Was ist denn jetzt richtig? Die Antwort darauf lautet bei­des. Das liegt daran, dass der fragliche Ton im deutschen Sprachge­brauch H heißt, während der­selbe Ton in der angel­säch­sis­chen Lit­er­atur als B beze­ich­net wir. Wenn wir im deutschen hinge­gen ein B meinen, dann schreiben die Angel­sach­sen Bb (geprochen bee flatt).

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